US Präsident Barack Obama besucht die WSOP
Einen so prominenten Besuch hatte die World Series of Poker wohl noch nie. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, stattete der Veranstaltung vergangenen Mittwoch einen Höflichkeitsbesuch ab. Sein berühmtes Transportmittel, die Air Force One, landete aus diesem Grund auf dem Flughafen von Las Vegas und sorgte dabei bereits für die ersten Unannehmlichkeiten: Einige Flüge, in denen auch Teilnehmer der WSOP saßen, hatten bis zu zwei Stunden Verspätung. Einige der Spieler zeigten sich nicht sehr erfreut über diese Verzögerungen. Poker-Profi Maria Ho twitterte, dass sich ihr Flug um über eine Stunde verspäten würde, da die Air Force One den McCarran Airport blockieren würde. Andere, wie die bekannte Spielerin Tiffany Michelle, nahmen das Ganze eher leicht, als sie zum Handy griffen: “Man sieht nicht jeden Tag die Air Force One auf dem Flughafen von Vegas. Ich denke, dadurch ist es nicht ganz so mies, dass sich mein Flug verspätet.” twitterte sie.
Präsident Barack Obama besuchte im Rahmen einer Veranstaltung des “Senate Majority Leader Harry Reid’s re-election fund” den großen Turnierraum des Caesar’s Palace und äußerte sich währenddessen positiv über die Veranstaltung. Er selbst genieße eine gute Partie Poker und er begrüße es, dass sich so viele Menschen aus aller Welt zu diesem aufregenden Event hier zusammenfinden würden. Poker sei ein großartiger Sport, lobte Obama die World Series of Poker.
Absolut nicht begeistert war der Gouverneur von Las Vegas, Jim Gibbons. Er kritisierte schon vor einiger Zeit eine Aussage des Präsidenten scharf, in der das Staatsoberhaupt die Chefs der vom Staat unterstützten Banken schalt: “Es geht nicht, dass ihr auf Kosten der Steuerzahler Trips nach Vegas macht oder zum Superbowl fahrt.” Auf diese sehr sinnvolle Aussage reagierte Gouverneur Gibbons beleidigt und weigerte sich deswegen auch, den Präsidenten bei seinem Besuch zu treffen. Der Stadt sei durch diese Aussage ein Millionenschaden entstanden und Obama müsse sich nun bei ihm entschuldigen, so Gibbons.
Präsident Barack Obama schien seinen Aufenthalt in der Stadt der Spiele durchaus zu genießen und äußerte echtes Bedauern, den Beginn der World Series of Poker aufgrund wichtiger Termine verpassen zu müssen. Die WSOP startet heute mit dem lang ersehnten viertägigen 40.000 $ Jubiläumsturnier. Die WSOP erwartet hierzu zahlreiche Poker-Pros aus aller Welt. Wie wir es von der WSOP gewohnt sind, ist ein Pokerturnier der Spitzenklasse zu erhoffen. Allerdings werden wir weder Jeff Gibbons, noch Präsident Barack Obama an den Spieltischen sehen.




